Tag 12 Reisebericht Neuseeland Tag 14
Tag 13 Wetter: Wolken Oamaru - Moereaki gefahren gewandert
46,4 km 10 km

Über Nacht hat es mal nicht geregnet. Dafür ist irgend so ein klebriges Zeug vom Baum auf das Zelt gefallen. Alles voller kleiner weiße Punkte, die hoffentlich beim nächsten Regen wieder abgehen. Also darauf achten, das Zelt nicht unter Bäumen aufzustellen. Der Himmel zeigt sich bewölkt mit etwas blau zwischendurch. Die ersten 20 km geht es direkt an der Küste entlang auf einer schmalen, kaum befahrenen Straße. Schöne Aussicht auf die Brandung und das Meer. Es stinkt zeitweise so dermaßen stark nach Fisch und Algen, daß man am liebsten seinen Mageninhalt dem Wegesrand überlassen möchte. Draußen auf dem Meer ist blauer Himmel, auf dem Festland alles bedeckt. Auf diesem Land liegt ein Fluch, stellen wir fest.

Weiter geht es etwas abseits der Küste auf dem Highway 1. Ständig steil rauf und runter. Das geht auf die Muskeln. In der Nähe des Zielortes gibt es die Moereaki-Boulders zu sehen. Mit einem Umfang bis zu vier Metern liegen die Steinkugeln zur Hälfte bedeckt im Sand des Strandes und sind nur bei Ebbe zu sehen.

Als die Ebbe einsetzt, suchen wir uns einen Weg zu den Boulders. Ein versteckter kleiner Pfad führt vorbei an wahren Riesenblumen, die ihn meterhoch überwuchern. Durch dichte Büsche und plötzlich steht da ein ebenfalls riesiger Baum. Kaum ein Lichtstrahl erreicht unter seiner Krone den Boden. Von diesen beeindruckenden Pflanzen war bestimmt einmal die ganze Ostküste bedeckt - bis die Europäer kamen...

An der Attraktion angekommen sind wir dann doch etwas enttäuscht. Da die handlicheren Kugeln bereits alle geklaut wurden, sind nur noch etwa zwei Dutzend von ihnen vorhanden. Eine Touristen-Falle, aber sehenswert, wenn man gerade in der Nähe ist. Der Weg vom Campground dicht am Meer und Strand entlang lohnt sich allemal.

 

Ein paar 'Blümchen' am Wegesrand
Moereaki-Boulder

 

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